Einleitung
Die Suche nach einem geeigneten Vermögensverwalter ist für viele Anlegerinnen und Anleger mit Unsicherheit verbunden.
Die Angebote wirken oft ähnlich, die Begriffe verwirrend, die Entscheidungen folgenreich.
Dabei geht es um viel:
Ihr Vermögen soll erhalten, gezielt vermehrt und nach Ihren Vorstellungen eingesetzt werden.
In einer Zeit, in der sich Finanzmärkte schnell verändern und neue Anlageinstrumente aufkommen, braucht es jemanden, der nicht nur Zahlen versteht, sondern Ihre Ziele erkennt und ernst nimmt.
Ein guter Vermögensverwalter nimmt Ihnen nicht einfach Arbeit ab.
Er schafft Struktur, bringt Transparenz in komplexe Themen und trifft Entscheidungen in Ihrem Interesse.
Doch wie erkennt man diese Qualität?
In dieser Einführung klären wir, warum Ihre Wahl so entscheidend ist und worin sich Vermögensverwalter von klassischen Finanzberatern unterscheiden.
Im Anschluss zeigen wir Ihnen die fünf wichtigsten Auswahlkriterien und Schritte, die Ihnen bei der Suche helfen.
Warum die Wahl des richtigen Vermögensverwalters entscheidend ist
Die Entscheidung für einen Vermögensverwalter beeinflusst mehr als nur die Rendite Ihrer Geldanlagen.
Sie betrifft die langfristige Entwicklung Ihres Vermögens, Ihre Altersvorsorge und Ihre finanzielle Unabhängigkeit.
Ein falscher Schritt kann zu hohen Kosten, unnötigen Risiken oder einer Strategie führen, die nicht zu Ihren Zielen passt.
Gerade weil die Finanzmärkte komplex sind, ist es wichtig, einen Partner zu finden, der klare Strukturen schafft und Ihre Interessen in den Vordergrund stellt.
Doch nicht jeder Anbieter erfüllt diese Anforderungen.
Viele verwalten Portfolios nach starren Vorgaben oder orientieren sich zu stark an eigenen Produkten.
Ein guter Vermögensverwalter dagegen versteht Ihre Situation, denkt mit und setzt Ihre Anforderungen konsequent um.
Er liefert keine Standardlösung, sondern eine individuelle Strategie für Ihre Vermögensverwaltung.
Damit Sie bei der Auswahl keine Fehler machen, lohnt sich ein genauer Blick auf zentrale Kriterien.
Abgrenzung: Vermögensverwalter vs. Finanzberater
Vermögensverwalter und Finanzberater werden häufig verwechselt.
Dabei unterscheiden sich beide deutlich, vor allem in ihrer Rolle und Verantwortung.
Ein Finanzberater begleitet Sie punktuell, etwa beim Abschluss einer Versicherung oder dem Kauf einzelner Fonds.
Seine Aufgabe liegt eher in der Vermittlung von Produkten.
Ein Vermögensverwalter hingegen übernimmt die ganzheitliche Betreuung Ihres Vermögens, langfristig, unabhängig und im Rahmen eines klar definierten Mandats.
Er trifft Anlageentscheidungen eigenständig, abgestimmt auf Ihre Ziele und Ihr Risikoprofil.
Während Finanzberater meist auf Verkaufsprovisionen angewiesen sind, arbeitet ein Vermögensverwalter auf Honorarbasis oder mit einer transparenten Verwaltungsgebühr.
Das macht ihn oft objektiver in der Auswahl geeigneter Anlageinstrumente wie Aktien, ETFs oder Fonds.
Damit Sie genau den Experten finden, der zu Ihren Bedürfnissen passt, zeigen wir Ihnen jetzt die fünf wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines Vermögensverwalters.
Diese Kriterien helfen Ihnen, die Spreu vom Weizen zu trennen, unabhängig davon, ob Sie Ihr Vermögen privat, als Stiftung oder Unternehmen verwalten lassen möchten.

1. Klare Definition Ihrer finanziellen Ziele
Bevor Sie überhaupt einen Vermögensverwalter auswählen, müssen Sie selbst Klarheit über Ihre Ziele gewinnen.
Denn ohne ein festes Ziel lässt sich keine passende Anlagestrategie entwickeln.
Und dann kann auch kein Verwalter im Sinne Ihrer Interessen handeln.
Sie müssen sich deshalb die folgenden Fragen stellen:
Was möchten Sie mit Ihrer Vermögensverwaltung erreichen?
Geht es Ihnen darum, Kapital langfristig aufzubauen?
Wollen Sie Ihr bestehendes Vermögen erhalten und laufende Erträge generieren?
Planen Sie eine Nachlassregelung oder denken Sie an die Altersvorsorge?
Vielleicht vertreten Sie auch eine Stiftung und haben bestimmte Vorgaben, wie das Kapital eingesetzt werden darf.
Diese Zieldefinition ist der erste und wichtigste Schritt jeder erfolgreichen Anlagestrategie.
Nur wenn Ihr Vermögensverwalter Ihre Ziele genau kennt, kann er Anlageentscheidungen treffen, die dazu passen.
Dabei ist es wichtig, zwischen kurzfristigen und langfristigen Zielen zu unterscheiden.
Wollen Sie in den nächsten fünf Jahren eine Immobilie kaufen?
Oder soll das Geld über Jahrzehnte investiert werden?
Solche Fragen beeinflussen die Auswahl der Anlageklassen, das Risikoprofil und die Zusammensetzung Ihres Portfolios.
Ein professioneller Vermögensverwalter nimmt sich Zeit für dieses Gespräch.
Er fragt nach Ihrem Einkommen, Ihren Verpflichtungen, Ihrer familiären Situation und Ihrer Risikobereitschaft.
Er interessiert sich dafür, ob Ihr Depot bestimmte Werte widerspiegeln soll.
Er berücksichtigt auch, wie liquide Ihr Vermögen bleiben muss, ob regelmässige Auszahlungen geplant sind oder ob Schwankungen in der Performance für Sie akzeptabel sind.
Auf Basis dieser Informationen entwickelt er eine Strategie, die zu Ihnen passt, nicht zu irgendeinem Markttrend.
Die Definition Ihrer Ziele ist also mehr als nur ein formaler Schritt.
Sie ist die Grundlage für jede Entscheidung, die im weiteren Verlauf getroffen wird: vom Kauf einzelner Wertpapiere bis hin zur langfristigen Ausrichtung Ihres Portfolios.
Achten Sie also darauf, dass dieser Prozess nicht oberflächlich behandelt wird.
Wenn ein Vermögensverwalter gleich zu Beginn mit Produkten oder konkreten Anlagevorschlägen kommt, ohne Ihre Ziele genau zu erfragen, ist das ein Warnzeichen.
Ein guter Verwalter beginnt nicht mit der Umsetzung, sondern mit der richtigen Analyse.
Nur so entsteht eine Vermögensverwaltung, die wirklich in Ihrem Interesse arbeitet und nicht am Ziel vorbeigeht.
2. Unabhängigkeit und Interessenkonflikte
Ein entscheidender Faktor bei der Auswahl eines Vermögensverwalters ist seine Unabhängigkeit.
Denn nur wer frei von Verkaufsdruck ist, kann Anlageentscheidungen wirklich im Interesse des Kunden treffen.
Viele Anlegerinnen und Anleger unterschätzen, wie stark Interessenkonflikte die Vermögensverwaltung beeinflussen können.
Vor allem bei bankenabhängigen Anbietern ist oft nicht klar, ob die empfohlenen Produkte tatsächlich zur individuellen Strategie passen oder ob sie aus dem eigenen Haus stammen.
Wird ein bestimmter Fonds empfohlen, weil er fachlich sinnvoll ist?
Oder weil er hohe Provisionen einbringt?
Diese Fragen sollten Sie stellen und Antworten darauf erhalten.
Ein unabhängiger Vermögensverwalter ist keiner Bank verpflichtet.
Er verkauft keine eigenen Produkte, sondern sucht am Markt nach den besten Lösungen für Ihre Situation.
Er analysiert Fonds, ETFs, Aktien und andere Anlageklassen neutral und trifft Entscheidungen allein auf Basis Ihrer Ziele und Ihres Risikoprofils.
Das macht seine Empfehlungen nachvollziehbarer und schafft Vertrauen.
Auch in Bezug auf die Vergütung zeigt sich der Unterschied.
Unabhängige Vermögensverwalter arbeiten meist auf Honorarbasis oder mit einem transparenten Gebührenmodell.
Sie erhalten keine Kickbacks oder versteckte Zahlungen von Produktanbietern.
Das schützt Sie vor intransparenten Kosten und stellt sicher, dass sich der Verwalter nicht durch Provisionen, sondern durch gute Leistung finanziert.
Achten Sie bei Ihrer Wahl deshalb darauf, wie der potenzielle Vermögensverwalter vergütet wird.
Fragen Sie nach, ob er Retrozessionen erhält, wie hoch die Verwaltungsgebühr ist und ob es variable Bestandteile gibt.
Je klarer und nachvollziehbarer die Antworten sind, desto besser.
Ein weiterer Aspekt ist die Transparenz in der Zusammenarbeit.
Unabhängige Verwalter nehmen sich Zeit für Ihre Fragen, erklären Entscheidungsprozesse und dokumentieren ihre Anlagepolitik.
Sie verstecken sich nicht hinter Fachbegriffen, sondern wollen, dass Sie verstehen, wie Ihr Geld verwaltet wird.
Ein guter Vermögensverwalter bringt also nicht nur Erfahrung mit, sondern auch die Unabhängigkeit, Ihre Interessen kompromisslos zu vertreten.
3. Transparente Kostenstruktur
Die Kosten einer Vermögensverwaltung wirken sich direkt auf Ihre Rendite aus.
Deshalb ist es entscheidend, dass Sie alle Gebühren im Detail kennen und verstehen.
Eine transparente Kostenstruktur zeigt, dass der Vermögensverwalter offen kommuniziert und keine versteckten Belastungen zulässt.
Viele Anlegerinnen und Anleger unterschätzen, wie stark sich die Gebühren im Laufe der Zeit summieren.
Schon kleine Unterschiede können bei einem Vermögen von mehreren Hunderttausend Franken zu erheblichen Abweichungen führen.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen fixen und variablen Kosten.
Zu den fixen Gebühren zählt meist die sogenannte Verwaltungsgebühr.
Sie wird als Prozentsatz Ihres investierten Vermögens berechnet – oft zwischen 0,5 und 1,5 Prozent pro Jahr.
Diese Gebühr deckt die laufende Betreuung, die Umsetzung der Anlagestrategie und die Überwachung Ihres Portfolios.
Variable Kosten entstehen beispielsweise durch Transaktionen, also den Kauf und Verkauf von Wertpapieren.
Auch externe Fondsgebühren oder Depotkosten können hinzukommen.
Fragen Sie gezielt nach, welche Kosten direkt anfallen und welche indirekt über Drittdienstleister oder Produktanbieter berechnet werden.
Ein heikler Punkt sind sogenannte Retrozessionen, also Rückvergütungen, die Banken oder Produktanbieter an den Vermögensverwalter zahlen.
Diese Zahlungen können die Objektivität beeinflussen, wenn der Verwalter damit Einnahmen erzielt, ohne Sie daran zu beteiligen.
In der Schweiz sind Retrozessionen grundsätzlich erlaubt, doch viele unabhängige Verwalter verzichten bewusst darauf oder geben sie an ihre Kunden weiter.
Auch das sollte offen angesprochen werden.
Gute Vermögensverwalter legen Ihnen eine vollständige Kostenübersicht vor, die verständlich und nachvollziehbar ist.
Sie erklären, wie sich die Gebühren zusammensetzen und welche Leistungen dafür erbracht werden.
Sie weisen aus, welche Teile der Kosten durch Banken oder Fondsgesellschaften verursacht werden.
Und sie zeigen auf, wie sich die Gesamtkosten auf die erwartete Performance auswirken können.
Gerade im digitalen Zeitalter erwarten viele Kundinnen und Kunden Echtzeit-Übersicht über Gebühren und Erträge.
Moderne Anbieter nutzen Plattformen, die maximale Transparenz ermöglichen.
Sie sehen auf einen Blick, wie sich Ihr Vermögen entwickelt und welche Kosten in welchem Zeitraum angefallen sind.
Wenn ein Verwalter zögert, Ihnen klare Zahlen zu nennen, ist das ein Warnsignal.
Eine ehrliche und offene Kostenstruktur ist nicht nur ein Zeichen von Seriosität, sondern auch eine Voraussetzung für eine faire Partnerschaft.
4. Nachweisbare Erfahrung und Qualifikationen
Ein Vermögensverwalter übernimmt die Verantwortung für Ihr Geld.
Er trifft Anlageentscheidungen, bewertet Risiken und setzt Ihre Strategie um.
Daher sollten Sie sicherstellen, dass Sie es mit einer qualifizierten Fachperson zu tun haben.
Verlassen Sie sich bei der Wahl nicht allein auf den ersten Eindruck oder auf ein gutes Gespräch.
Fragen Sie konkret nach dem beruflichen Werdegang, nach fachlichen Qualifikationen und nach der Spezialisierung des Verwalters.
Wie lange ist die Person schon in der Vermögensverwaltung tätig?
Welche Kundengruppen betreut sie?
Hat sie Erfahrung mit den Anforderungen von Stiftungen, Unternehmern oder Privatkunden mit hohem Vermögen?
Ein seriöser Vermögensverwalter informiert offen über seinen Hintergrund.
Er ist Mitglied bei anerkannten Branchenverbänden, etwa bei der Schweizerischen Vereinigung für unabhängige Vermögensverwalter (VSV) oder bei VQF, dem Verein zur Qualitätssicherung in der Finanzdienstleistung.
Diese Mitgliedschaften setzen geprüfte Standards in puncto Transparenz, Weiterbildung und Kundenorientierung voraus.
Auch regulatorische Aspekte spielen eine Rolle.
In der Schweiz müssen Vermögensverwalter seit Inkrafttreten des Finanzinstitutsgesetzes (FINIG) über eine Bewilligung der FINMA verfügen und bei einer Aufsichtsorganisation angeschlossen sein.
Fragen Sie konkret nach dieser Zulassung.
Sie zeigt, dass der Anbieter gesetzliche Vorgaben einhält und einer laufenden Kontrolle unterliegt.
Neben formellen Kriterien zählt auch die persönliche Erfahrung in unterschiedlichen Marktphasen.
Ein Vermögensverwalter, der bereits durch volatile Zeiten geführt hat, kennt typische Fehler und weiss, wie man klug reagiert.
Er hat gelernt, mit Emotionen umzugehen und die langfristige Strategie auch in unruhigen Marktphasen umzusetzen.
Genauso wichtig ist die Spezialisierung.
Manche Verwalter konzentrieren sich auf ETF-basierte Strategien, andere auf aktive Fondsverwaltung.
Achten Sie darauf, dass der fachliche Fokus zu Ihren Anforderungen passt und nicht umgekehrt.
Die beste Erfahrung nützt wenig, wenn sie nicht zu Ihrer Vermögenssituation, Ihrer Altersvorsorge oder Ihrer gewünschten Risikostruktur passt.
Ein guter Vermögensverwalter kennt nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis.
Er kann erklären, wie er in bestimmten Situationen gehandelt hat, welche Fehler er vermieden hat und wie er langfristig denkt.
Er zeigt Beispiele aus echten Portfolios – natürlich anonymisiert – und erläutert, wie er Performance, Diversifikation und Risikomanagement umsetzt.
Denn Vertrauen entsteht, wenn Kompetenz auf Transparenz trifft.
5. Passende Anlagestrategie und Kommunikation
Selbst die beste Ausbildung und die transparenteste Kostenstruktur helfen nichts, wenn die gewählte Anlagestrategie nicht zu Ihren Zielen passt.
Die Strategie ist das Herzstück jeder Vermögensverwaltung, denn sie entscheidet über die Auswahl der Anlageklassen, die Risikoverteilung im Portfolio und den langfristigen Erfolg Ihrer Geldanlagen.
Deshalb ist es entscheidend, dass Ihr Vermögensverwalter Ihre Vorgaben nicht nur versteht, sondern sie konsequent umsetzt.
Eine gute Anlagestrategie berücksichtigt Ihr Risikoprofil, Ihre finanziellen Ziele, Ihre Lebensphase und Ihre Liquiditätsbedürfnisse.
Sie verbindet langfristige Stabilität mit der nötigen Flexibilität, um auf Entwicklungen an den Finanzmärkten reagieren zu können.
Dabei kann die Strategie aus aktiver Fondsverwaltung, ETF-basierten Ansätzen oder einer Kombination verschiedener Anlageinstrumente bestehen.
Wichtig ist, dass sie zu Ihnen passt.
Fragen Sie Ihren Verwalter, wie die Strategie konkret aussieht.
Welche Aktien, Fonds oder ETFs werden eingesetzt?
Wie hoch ist der Anteil risikoarmer Anlagen?
Welche Rolle spielen alternative Anlageklassen wie Rohstoffe oder Immobilien?
Wie wird das Portfolio auf unterschiedliche Marktphasen vorbereitet?
Wie erfolgt die Umsetzung – automatisch, manuell oder hybrid?
Ein erfahrener Vermögensverwalter kann diese Fragen klar beantworten.
Er legt offen, welche Produkte gewählt werden und warum.
Er zeigt nachvollziehbar auf, wie Ihre Renditeziele im Rahmen Ihrer Risikobereitschaft erreichbar sind.
Ebenso wichtig wie die Strategie ist die Kommunikation.
Denn eine langfristige Zusammenarbeit lebt vom gegenseitigen Verständnis und offener Betreuung.
Sie sollten jederzeit wissen, wie Ihr Geld investiert ist, wie sich die Performance entwickelt und ob Anpassungen nötig sind.
Professionelle Vermögensverwalter bieten regelmässige Gespräche, verständliche Berichte und transparente Informationen über Ihr Depot.
Ob monatlicher Report, vierteljährliches Gespräch oder digitales Dashboard – die Art der Kommunikation sollte zu Ihren Erwartungen passen.
Gerade in Phasen starker Marktbewegungen zeigt sich, wie gut ein Verwalter wirklich kommuniziert.
Er sollte nicht nur Ergebnisse liefern, sondern auch Schwächen im Portfolio thematisieren und aktiv Lösungsvorschläge unterbreiten.
Denn Vermögensverwaltung ist keine Einbahnstrasse.
Sie ist ein laufender Dialog über Ihr Geld, Ihre Ziele und mögliche neue Rahmenbedingungen.
Ein guter Verwalter fragt nach Veränderungen in Ihrer Lebenssituation, passt die Strategie bei Bedarf an und bleibt erreichbar.
Sie sehen also: Die Kombination aus passender Strategie und klarer Kommunikation ist ein zentrales Kriterium bei der Auswahl eines Vermögensverwalters.
Sie sorgt dafür, dass Ihre Anforderungen laufend berücksichtigt werden und Sie nicht nur verwaltet, sondern aktiv betreut werden.

Sie suchen einen unabhängigen Vermögensverwalter, der zu Ihren Zielen passt?
Dann starten Sie jetzt mit einem persönlichen kostenlosen Erstgespräch.
Weitere wichtige Aspekte
Neben den fünf zentralen Auswahlkriterien gibt es weitere Punkte, die bei der Suche nach dem passenden Vermögensverwalter berücksichtigt werden sollten.
Diese Aspekte werden oft übersehen, können aber entscheidenden Einfluss auf Ihre Auswahl und Ihre langfristige Zufriedenheit haben.
Mindestanlagesummen und Zugangsvoraussetzungen
Viele Vermögensverwaltungen setzen eine bestimmte Mindestanlagesumme voraus.
Je nach Anbieter liegt diese zwischen 100’000 und 1 Million Franken.
Diese Einstiegshürde hat nicht nur mit Aufwand und Kosten zu tun, sondern dient auch als Filter, um die Verwaltung auf bestimmte Kundengruppen auszurichten.
Wenn Sie mit einem kleineren Vermögen investieren möchten, sollten Sie gezielt nach Anbietern suchen, die auch Kunden mit geringerem Anlagevolumen betreuen.
Insbesondere für Anlegerinnen und Anleger, die gerade erst mit der strukturierten Geldanlage beginnen oder Kapital aus einer Erbschaft, einem Unternehmensverkauf oder der Altersvorsorge sinnvoll verwalten möchten, ist dieser Punkt entscheidend.
Fragen Sie daher im Erstgespräch nach den Voraussetzungen.
Einige Anbieter bieten abgestufte Modelle an, bei denen die Leistungen je nach Höhe des Vermögens angepasst werden.
Andere arbeiten mit digitalen Einstiegslösungen und kombinieren klassische Betreuung mit automatisierten Prozessen.
Digitale Angebote und Robo-Advisor
Die Digitalisierung hat auch die Vermögensverwaltung verändert.
Neben klassischen Vermögensverwaltern entstehen immer mehr digitale Plattformen, sogenannte Robo-Advisor.
Diese digitalen Lösungen erstellen anhand von Fragebögen eine passende Anlagestrategie, investieren automatisiert in ETFs oder Fonds und bieten einfache Online-Zugänge.
Für manche Kunden ist das eine günstige und effiziente Möglichkeit, erste Erfahrungen mit der Vermögensverwaltung zu sammeln.
Allerdings ersetzt ein Robo-Advisor keine persönliche Betreuung.
Es gibt keinen festen Ansprechpartner, keine individuelle Strategieanpassung und keine aktive Auseinandersetzung mit Ihrer Lebenssituation.
Wer sein Vermögen komplexer strukturieren oder spezifische Vorgaben umsetzen möchte – etwa im Rahmen einer Stiftung, zur Altersvorsorge oder zur Optimierung der Steuerlast – ist mit einem menschlichen Vermögensverwalter besser beraten.
Trotzdem können digitale Angebote sinnvoll sein, etwa als Teil einer hybriden Lösung.
Viele Vermögensverwalter kombinieren persönliche Betreuung mit digitalen Tools.
Sie bieten Portale, in denen Sie Ihr Depot in Echtzeit verfolgen, Berichte abrufen und direkt Rückfragen stellen können.
Auch Videocalls, digitale Vertragsabschlüsse und automatisierte Portfolioberichte gehören heute zum Standard.
Gerade in der Schweiz, wo viele Kunden Wert auf Diskretion, Sicherheit und Verlässlichkeit legen, werden solche hybriden Lösungen immer beliebter.
Wenn Sie sich für eine moderne Vermögensverwaltung entscheiden, prüfen Sie deshalb, welche digitalen Funktionen verfügbar sind und ob sie zu Ihren Erwartungen an Transparenz, Schnelligkeit und Komfort passen.
Die Kombination aus persönlicher Beratung und digitalen Services bietet oft den besten Rahmen für langfristige Zufriedenheit.
Fazit
Die Suche nach dem passenden Vermögensverwalter ist eine anspruchsvolle, aber lohnende Aufgabe.
Denn es geht um weit mehr als nur Zahlen und Renditen.
Es geht um Vertrauen, Strategie, Transparenz und eine langfristige Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Wenn Sie wissen, was Sie erreichen möchten, klare Auswahlkriterien anwenden und gezielt die richtigen Fragen stellen, reduzieren Sie das Risiko von Fehlentscheidungen erheblich.
Achten Sie bei der Auswahl auf fünf zentrale Kriterien: Ihre Ziele, die Unabhängigkeit des Anbieters, eine transparente Kostenstruktur, die nachweisbare Erfahrung und eine passende Anlagestrategie mit guter Kommunikation.
Ergänzend sollten Sie auch Aspekte wie Mindestanlagesummen, digitale Angebote oder besondere Anforderungen von Stiftungen, Unternehmen oder Privatkunden im Blick behalten.
Ob ETF, Aktien oder Fonds – entscheidend ist, dass die gewählte Lösung zu Ihnen passt.
Nehmen Sie sich Zeit, vergleichen Sie Angebote und führen Sie persönliche Gespräche.
So finden Sie genau den Vermögensverwalter, der Ihre Ziele versteht, Ihre Vorgaben ernst nimmt und Ihr Vermögen in Ihrem Sinn verwaltet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Bevor Sie sich für eine Vermögensverwaltung entscheiden, tauchen oft Fragen auf, die im Beratungsprozess nicht immer ausreichend geklärt werden.
Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, die vielen Anlegerinnen und Anlegern bei der Auswahl eines passenden Vermögensverwalters weiterhelfen.
Was unterscheidet einen Vermögensverwalter von einem Fondsmanager?
Ein Vermögensverwalter betreut Ihr gesamtes Vermögen individuell und entwickelt eine auf Ihre Ziele abgestimmte Anlagestrategie.
Ein Fondsmanager hingegen verwaltet einen Investmentfonds mit einem festen Anlageziel und entscheidet über dessen Zusammensetzung, unabhängig von Ihrer persönlichen Situation.
Während der Fondsmanager für alle Anlegerinnen und Anleger im Fonds gleiche Entscheidungen trifft, gestaltet der Vermögensverwalter Ihr Portfolio nach Ihren Vorgaben, Ihrer Risikobereitschaft und Ihren finanziellen Rahmenbedingungen.
Wie finde ich unabhängige Vermögensverwalter in meiner Region?
In der Schweiz können Sie unabhängige Vermögensverwalter unter anderem über offizielle Branchenverzeichnisse finden, etwa bei der FINMA, dem VSV oder dem VQF.
Auch Bewertungsplattformen und Empfehlungen von Steuerberatern, Rechtsanwälten oder Banken können hilfreich sein.
Achten Sie auf eine FINMA-Zulassung, transparente Informationen auf der Website und die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch.
Ein guter erster Eindruck ist wichtig, doch das konkrete Gespräch zu Zielen, Depot, Kosten und Anlagestrategie ist entscheidend.
Welche Mindestanlagesumme ist üblich?
Die Mindestanlagesumme variiert je nach Vermögensverwalter.
Viele Anbieter setzen Beträge zwischen 100’000 und 500’000 Franken voraus.
Es gibt aber auch Lösungen für kleinere Vermögen, etwa über digitale Vermögensverwaltungen oder hybride Modelle mit automatisierter Umsetzung.
Fragen Sie nach, ob es flexible Einstiegsmöglichkeiten gibt, vor allem wenn Sie ein wachsendes Vermögen verwalten lassen möchten.
